Assam-Tee wird im Nordosten von Indien, in der Provinz Assam an der Grenze zu Myanmar, angebaut und dehnt sich über eine Fläche aus, die fast so groß wie Deutschland ist und das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt darstellt. Hier, in der mit am dünnsten besiedelten Region Indiens, wurden auch im Jahr 1823 die wild-wachsenden Teesträucher entdeckt. Das verwundert auch nicht weiter, da die Region Assam von April bis September von Monsunartigen Regenfällen heimgesucht wird, in Verbindung mit Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius. In diesem natürlichen Treibhaus werden jährlich zwischen Juli und September bis zu 200 Millionen Tonnen Tee geerntet.
Assam Tee wird meist als Grundlage für Mischungen verwendet und ist eine sehr robuste und kräftige Teesorte. Auch hier findet eine Unterscheidung in verschiedene jahreszeitliche Varianten statt. Assam-Tee ist kräftig, voll, ausgewogen, malzig und hat eine dunkle, rotbraun leuchtende Tassenfarbe. Wird oft als Frühstückstee getrunken. Gerne wird er mit Kandis, Sahne oder Milch getrunken.

Eine Pflückerin erntet im Durchschnitt 50.000 Knospen am Tag. Unterschieden werden kann hierbei zwischen einer „Feinpflückung“ und einer „Normalen Pflückung“. Feinpflückung: Hier gilt die alte Regel „Two leaves and a bud“. Nur die Endknospen eines Zweiges und die beiden folgenden Blätter werden geerntet. Normale Pflückung: Die Endknospe und die 3-4 folgenden Blätter werden geerntet.