Die Arzneipflanze 2004 ist als Pfefferminztee lecker und gesund.

Die Liste ist lang. Mit der Pfefferminze ist offensichtlich ein Kraut gewachsen, das gegen viele Beschwerden eingesetzt werden kann. Deshalb erfreut sich die Heilpflanze, denn als solche muss sie angesehen werden, bei den Deutschen auch großer Beliebtheit. Der Pfefferminztee ist daher auch die beliebte Allzweckwaffe gegen viele Zipperlein des Alltags.

Tatsächlich deutet alles darauf hin, dass die alten Ägypter bereits wussten, was in ihr steckt. In den Gräbern der ägyptischen Hochkultur fand man Spuren der Pfefferminze, die als Grabbeigabe den Toten noch im Jenseits gute Dienste tun sollte. Die alten Griechen, speziell Aristoteles, sahen in der Pfefferminze eher ein Aphrodisiakum und die alten Römer nahmen die Pflanze pragmatisch wegen ihres erfrischenden Duftes als Raumdekoration. Auch später, im Mittelalter, setzte die Pfefferminze ihren Siegeszug fort. Bei Klosterbrüdern durfte die Pflanze im Kräutergarten nicht fehlen und auch bei den Gegenspielerinnen, den damaligen Kräuterhexen spielte sie eine große Rolle. Kein Wunder, denn die positive gesundheitliche Wirkung der ätherischen Öle ist überraschend vielseitig.

Pfefferminztee – gegen alles ist ein Kraut gewachsen

Einschränkend sei zunächst gesagt: Die Pfefferminze hilft nicht gegen alles, aber gegen vieles. Meist in Form eines Pfefferminztees genossen, wirkt sie beispielsweise krampflösend. Diese grundsätzliche Wirkweise ist dabei sehr breitbandig einsetzbar, bei Menstruationsbeschwerden und krampfartigem Husten, aber auch hervorragend bei Magen/Darmbeschwerden und Spannungskopfweh. Zur beruhigenden und entkrampfenden Wirkung gesellen sich aber noch weitere, eher anregende Funktionen. Beispielweise wird durch den Kräutertee der Gallenfluss befördert und der Bronchialschleim verdünnt und gelöst.

Zudem gesellt sich noch eine leicht antibiotische Wirkung des Pfefferminztees. Zählt man alles zusammen, dann wir einem schnell klar, dass er der perfekte Helfer ist, der in keiner Hausapotheke fehlen darf. Von Erkältungskrankheiten, Halsschmerzen, Husten und Schnupfen bis zu Übelkeit und Erbrechen, immer kann die Pfefferminze eingesetzt werden.

Nicht nur gesund, sondern auch lecker.

Medizin muss nicht zwingend bitter schmecken. Die Beliebtheit des Pfefferminztees liegt somit sicher nicht nur in seiner Heilkraft, sondern auch in seinem Geschmack. Die ätherischen Stoffe geben ihm einen herrlich erfrischenden Geschmack nach Menthol. Deshalb werden die Minzblätter als Deko und gekühlter Tee als Basis für viele Cocktails eingesetzt. Aber auch einfach als Eistee ist der Pfefferminztee in jedem Fall ein erfrischendes Sommergetränk. Und geradezu mit Suchtcharakter ausgestattet sind Mischungen wie die Pfeffitröpfchen.

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